Grauer Star (Katarakt)

Beim grauen Star (Katarakt) handelt es sich um eine mit der Zeit zunehmende Trübung der körpereigenen Linse des Auges. Durch diese Trübung kommt es zu einer Veränderung des Seheindrucks für den Patienten:

  • Abnahme der Sehschärfe (vor allem in der Dämmerung wird das Sehen schlechter)
  • Veränderung der Farbwahrnehmung (Farben verlieren an Intensität und werden „gedämpfter“ wahrgenommen)
  • zunehmende Blendungsempfindlichkeit (Linsentrübungen führen zu vermehrter Lichtstreuung im Auge).

Andererseits gibt es Sonderformen des grauen Stars (Katarakt), die relativ schnell zu einer deutlichen Verschlechterung des Sehens führen, so dass dies vom Patienten meist frühzeitig bemerkt wird und ihn zum Augenarzt führt.

Diese Veränderungen können einerseits über Jahre langsam kontinuierlich zunehmen, so dass man sich daran gewöhnt und die Veränderung gar nicht bemerkt. Gerade hier ist es für z.B. autofahrende Personen wichtig, regelmäßig die Kontrolltermine bei Ihrem Augenarzt wahrzunehmen, um eine zunehmende Beeinträchtigung z.B. im Straßenverkehr herauszufinden

Der graue Star (Katarakt) kann auch Ursache für sich häufig verändernde Brillenwerte sein. In diesen Fällen macht eine wiederholte Neuanpassung einer Brille keinen Sinn, da der graue Star weiter zunimmt und schon bald wieder eine neue Brillenstärke erforderlich machen würde. Auch hier ist eine augenärztliche Untersuchung wichtig, um dies herauszufinden.

Untersuchungsgerät zur Vermessung des Auges (Biometrie) vor Einpflanzung einer künstlichen Linse

Untersuchungsgerät zur Vermessung des Auges (Biometrie) vor Einpflanzung einer künstlichen Linse

Bei der augenärztlichen Untersuchung in unserer Praxis wird anhand eines Sehtestes die Sehschärfe mit und ohne die erforderlichen Brillenwerten bestimmt. Anschließend wird von uns Ärzten eine Spaltlampen-Untersuchung des vorderen sowie des hinteren Augenabschnittes mit Lupe und Augenspiegel durchgeführt. Sollten sich hier auffällige Veränderungen zeigen, kann es notwendig sein, dass eine Pupillenerweiterung mit Augentropfen durchgeführt werden muss, um die Trübungen der Linse (grauer Star/Katarakt) bzw. Veränderungen der Netzhaut genau beurteilen und damit weitere Ursachen für eine Sehminderung ausschließen zu können. Durch diese Pupillenerweiterung ist die Sehleistung für Sie als Patient für ca. 2-3 Stunden beeinträchtigt (reduzierte Sehschärfe bzw. erhöhte Blendungsempfindlichkeit – evtl. Sonnenbrille mitbringen!) und man darf während dieser Zeit nicht Auto fahren. Danach normalisiert sich das Sehen wieder von selber.

Sollten wir bei Ihnen eine Linsentrübung/grauen Star/Katarakt feststellen, kann es erforderlich sein, diese Veränderung in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren, um ein weiteres Fortschreiten zu erfassen, bzw. wenn der Zeitpunkt gekommen ist, in Absprache mit Ihnen eine Operation des grauen Stars zu planen. Eine Alternative zu einer Operation gibt es nicht, da weder Augertropfen noch Medikamente das Fortschreiten der Linsentrübungen verhindern und erst recht keine bereits bestehende Trübung bessern können!

Vorbeugen aber können Sie, wenn Sie die als Mitverursacher bekannten UV-Strahlen von Ihren Augen fernhalten, d.h. bei entsprechender Sonneneinstrahlung eine Sonnenbrille tragen.

Seheindruck eines Patienten mit Katarakt

Seheindruck eines Patienten mit Katarakt

Info: Computerarbeit

…kann auch deswegen für das Auge ermüdend sein, da permanent das Bild in der gleichen Distanz scharf gestellt werden muss (statische Haltearbeit). Hier kann es hilfreich sein, entweder die Arbeitsabläufe etwas abwechslungsreicher zu gestalten mit Fern- und Naharbeit, damit etwas mehr Dynamik in die Anforderungen des Sehapparates kommt, oder kurze Pausen der Monitorarbeit mit Blick in die Ferne (z.B. aus dem Fenster), damit das Auge sich kurz „erholen“ kann.

Glossar: Katarakt (Grauer Star)

Die Katarakt (v. griechisch „Wasserfall“) oder auch Grauer Star genannt, bezeichnet eine Trübung der Augenlinse. Betrachtet man Menschen, die an einer fortgeschrittenen Katarakt erkrankt sind, kann man die graue Färbung hinter der Pupille erkennen bzw. bei „reifem“ Star eine weißliche Verfärbung. Diese hat die alten Griechen an einen Wasserfall erinnert. Bei den heutigen, sehr schonenden mikrochirurgischen Operationsverfahren wartet man nicht mehr, bis der Star „reif“ ist.

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