DMÖ Diabetisches Makulaödem – Einsatz von Cortisonpräperaten

Holger Reuss DMÖ, Makuladegeneration, Veranstaltungs-Nachrichten

Hotel Eurostars Grand Central München

Einige hochkarätige Spezialisten - auf Netzhauterkrankungen spezialisierte Augenärzte -  trafen sich am 13. Oktober 2018 im Hotel Eurostars Central in München zum "Retina Forum". Zu diesen Spezialisten gesellten sich eine ganze Reihe von niedergelassenen Augenärzten, die den Vorträgen und Diskussionen interssiert folgten.

Themen waren Wirkungen und Einsatzmöglichkeiten von speziellen Langzeit-Cortison-Präparaten, die mittels einer Spritze ins Augeninnere eingegeben werden und über ca. 3 Monate wirksam sind.
Die wichtigste Erkrankung, bei der diese Medikamente zum Einsatz kommen, ist das diabetische Maculaödem bzw. DMÖ (Flüssigkeitseinlagerung in der Netzhautmitte bei fortgeschrittenen Gefäßveränderungen der Netzhaut, bedingt durch Zuckerkrankheit)

Nach genauer Abklärung können diese Cortisonpräparate unter bestimmten Bedingungen bzw. bei bestimmten Patienten als  Mittel der ersten Wahl  eingesetzt werden oder aber als Mittel der 2. Wahl,  wenn nach den als Erstmedikation gegebenen VEGF-Hemmern keine ausreichende oder bleibende Wirkung eingetreten ist.

Das Thema Eingabe von langanhaltenden Cortisonpräparaten in das Augeninnere bei diabetischem Maculaödem wurde von allen Seiten sehr kompetent beleuchtet und mit Studienergebnissen unterlegt.
Ein neu bzw. weiterentwickeltes Präparat aus der Gruppe der Cortison-Medikamente, von dem man sich eine verlängerte Wirkungsdauer im Auge verspricht, befindet sich nach den notwendigen Erprobungsphasen nun im klinischen Gebrauch. Hier werden die nächsten (multizentrischen) europäischen Studien zeigen, ob das Mittel hält, was es verspricht.