Multifokallinsen aus kritischer Ingenieurssicht: Erfahrungsbericht eines Patienten

Unser Patient Alexander Huber (58) ist Ingenieur für Elektrotechnik und lebt in München. Im Frühjahr 2017 hat er sich in beide Augen Multifokallinsen implantieren lassen. In seinem Erfahrungsbericht erzählt er, warum er sich für die ICL-Linsenimplantation entschieden hat und was er anderen rät, die wie er von einem Leben ohne (Lese-)Brille träumen. Viele wird sicher auch interessieren, ob er von Nachteilen im täglichen Umgang mit Multifokallinsen berichten kann.

Ausgangssituation: Probleme mit der Gleichsichtbrille

Beratung eines Patienten
Frau Dr. Frieling-Reuss steht Ihnen in der Entscheidungsphase zur Seite

„Ich kann mich heute noch sehr gut in die Entscheidungsphase zurückversetzen. Auch an die Bedenken und die Unsicherheit vor der Multifokallinsen-OP. Ich wusste anfangs nicht, wie ich all die Informationen einordnen und bewerten soll, die da auf mich eingestürmt sind. Deshalb kann ich mich sehr gut in Menschen hineinversetzen, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen. Vor allem solche, die wie ich die Dinge sehr genau durchdenken und eher rational entscheiden als emotional. Vielleicht erleichtern Ihnen meine Eindrücke die Entscheidung, ob Sie sich Multifokallinsen einsetzen lassen sollen oder nicht.

Ich habe schon als Kind eine Brille getragen und wurde später alterssichtig. So brauchte ich eine Gleitsichtbrille, um in der Nähe und Ferne gut sehen zu können. Aber mit der Gleitsichtbrille sieht man nur scharf, wenn man durch das Zentrum der Gläser schaut. Das war sehr unpraktisch. Kontaktlinsen habe ich nicht so gut vertragen. Und lasern lassen wollte ich meine Augen nicht. Ich wollte keine gesunde Hornhaut abtragen lassen.

Und dann passierte etwas, was mir die Augen öffnete – im wahrsten Sinne des Wortes. Meine Frau, ein Jahr jünger als ich, war am Grauen Star erkrankt. Sie hat fast nichts mehr gesehen und musste dringend operiert werden. Ich habe ihr beim Beratungstermin mit Frau Dr. Frieling-Reuss Händchen gehalten und alles aufgesaugt, was sie über moderne Linsentechnologie berichtet hat.

Beim Grauen Star bekommt man standardmäßig eine Kunstlinse eingesetzt. Das ist ein sehr erprobtes Verfahren und eine der häufigsten Operationen, die weltweit täglich stattfinden. Frau Dr. Frieling-Reuss hat uns das Vorgehen bei einer Grauen-Star-OP sehr anschaulich erklärt. Und bei dieser Gelegenheit hat sie auch erzählt, dass es inzwischen auch Trifokallinsen gibt, die den eben erwähnten Zwischenbereich abdecken. Das einfallende Licht wird auf drei Brennpunkte verteilt, so dass man ohne Brille problemlos lesen und gleichzeitig scharf in die Ferne und im Zwischenbereich sieht.

Ich hatte meine Ideallösung also gefunden. Und zwar aus folgenden Gründen: Ich hatte eine Operateurin gefunden, die systematisch und professionell vorging, dabei aber immer meine persönliche Situation im Auge behielt. Dann gab es eine ganze Reihe von Untersuchungen. Wobei sich die Diagnostik an meiner Situation ausgerichtet hat und nicht an einer vorgegebenen Systematik. Erst nachdem wir diese Punkte wirklich ausgiebig abgeklärt hatten, haben wir die passende Linse ausgewählt. Wegen der besonderen Brechung erwies sich in meinem Fall eine Trifokallinse als optimal, die auch meine Frau schon eingesetzt bekommen hatte.“

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Technologisch haben die Multifokallinsen einen hohen Reifegrad erreicht. Also wann operieren lassen, wenn nicht jetzt?

Alexander Huber, 58 Jahre, Ingenieur für Elektrotechnik

Intraokularlinsen: Herr Hubers OP-Erfahrungen

„Die Voruntersuchungen sind umfangreich. Das Ergebnis ist sehr detailreich, präzise und informativ. Im Grunde eine Investition in die spätere Sehqualität: Je genauer das Auge vermessen wird, desto besser ist das Sehergebnis am Schluss. Übrigens: Was die Präzision der optischen Instrumente betrifft – Hut ab vor der Leistung der Ingenieurskollegen.

Die OP selbst verlief schmerzfrei und schnell. Danke für die perfekte Vorbereitung und Durchführung an meine Operateurin Frau Dr. Frieling-Reuss! Da ich genau wissen wollte, was auf mich zukommt, habe ich mir solche OPs vorher im Internet angeschaut. Während der OP war ich wach, Frau Dr. Frieling-Reuss hat viel mit mir gesprochen und erklärt, was sie gerade tut.

Erst wird ein 2 mm breiter Schnitt gesetzt, der nicht einmal vernäht werden muss. Dann wird die körpereigene Linse mit Ultraschall zertrümmert und abgesaugt. Schließlich wird die Kunstlinse durch den kleinen Schlitz eingeführt und positioniert. Das war bei mir eine besondere Herausforderung, weil ich an einem Auge eine Hornhautverkrümmung habe. In solchen Fällen wird eine sogenannte torische Linsen eingesetzt, weil sie die Hornhautverkrümmung ausgleicht. Torische Linsen muss man sich vorstellen wie einen Donut: eine Halbkugel mit Delle in der Mitte. Sie einzusetzen, erfordert von der Ärztin enorm viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, weil die Linse je nach Lage der Hornhautverkrümmung ganz exakt positioniert werden muss.

Auch die Nachsorge verlief professionell und reibungslos. Wie angekündigt hatte ich am Tag nach Einsetzen der torischen Linsen ein Fremdkörpergefühl in den Augen, aber das gab sich schnell. Vier Wochen nach dem ersten Auge habe ich das zweite operieren lassen. Nach weiteren vier Wochen hatte ich dann ein perfektes Sehergebnis auf beiden Augen.

Hundertmal schlimmer als die OP selbst ist das ‚Kopfkino‘ vorher – also die Angst. Die emotionalen Dinge sind die ausschlaggebenden, auch für einen Ingenieur! Ich meine: Da geht jemand mit einem scharfen Gegenstand an Ihr Auge! Klar, dass da erst mal Chaos im Gehirn ist. Umso wichtiger ist das Vertrauen zur Ärztin und zum gesamten Team. Als Patient will ich spüren, dass man auf meine Bedenken eingeht, dass man mich ernst nimmt.“

Eines möchte ich betonen: Als Patient müssen Sie die OP unbedingt selbst wollen! Kein Arzt wird Sie zu einer OP drängen oder gar gegen Ihre Bedenken operieren. Meiner Erfahrung nach ist ein klares ‚Ja‘ zur Trifokallinse sehr hilfreich – für Sie selbst wie für den Arzt.“

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ICL-Linsenimplantation: Herr Hubers Erfahrungen mit Frau Dr. Frieling-Reuss

„Was die Arztauswahl angeht, so ist Erfahrung mit Linsenaustausch natürlich immens wichtig. Ich halte nichts von Ärzten, die einmal pro Jahr operieren. Von Frau Dr. Frieling-Reuss wusste ich aber, dass sie jede Woche mehrfach operiert – und das seit vielen Jahren und mit viel Erfolg. Bei einer Spezialistin wie ihr weiß ich außerdem, dass sie auf dem neuesten medizinisch-technischen Stand ist, dass sie Fortbildungen besucht und auf Kongresse geht.

Und dass Genauigkeit vor Schnelligkeit geht. Sicher ist ein niedergelassener Arzt auch Teil eines Wirtschaftsunternehmens, das Umsätze generieren muss. Aber die zunehmend kritische und informierte Patientenschaft wird keinen Arzt weiterempfehlen, der es erkennbar darauf angelegt hat, schnell zu operieren und entsprechende Honorarumsätze zu erzielen. Bei Dr. Frieling-Reus hatte ich immer das sichere Gefühl, dass hier das Patientenwohl absoluten Vorrang hat.

So wichtig also das Material ist – ob eine Multifokallinsen-Implantation zum Erfolg wird, hängt vom Zusammenspiel vieler verschiedenen Faktoren ab: Am Anfang steht eine intelligente Diagnostik, die auf die individuellen Besonderheiten jedes Patienten eingeht. Welche Sehanforderungen hat er privat und beruflich, welche Vorerkrankungen liegen vor, was ist bei der Auswahl der Linsen zu beachten, bietet sich (wie in meinem Falle) vielleicht eine Kombination von zwei Linsentypen an? Das sind nur einige der Fragen, die abzuklären sind.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich an Diabetes Typ 2 erkrankt bin? Meine Befürchtung war, dass das ein Ausschlusskriterium für die Multifokallinsen-OP sein könnte. War es nicht. Nach gründlicher Untersuchung und eingehender Beratung konnte mir Frau Dr. Frieling-Reuss grünes Licht geben.

Medizin, Technik, Material, Arztpersönlichkeit, Operateurskunst: Eine Multifokallinsen-OP ist eine Art Gesamtkunstwerk. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

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Fazit zur torischen Multiokularlinse: Durchweg positive Erfahrungen mit der Linsen-OP

Wie ist nun mein persönliches Vorher-Nachher-Gefühl? In der ersten Zeit habe ich mir immer noch ins Gesicht gefasst, weil ich die Brille zurechtrücken wollte. Oder nach dem Aufwachen nach der Brille getastet.

Inzwischen habe ich vergessen, dass ich früher überhaupt mal Brille getragen habe. Man denkt einfach nicht mehr darüber nach. Für mich hatte die OP eine unglaubliche Verbesserung der Lebensqualität zur Folge.“

Einen weiteren Erfahrungsbericht über die Implantation künstlicher Augenlinsen finden Sie im Bereich „Multifokallinsen“. Wenn Sie ein Forum suchen, um Ihre Fragen rund um Multifokallinsen mit anderen Betroffenen zu besprechen, legen wir Ihnen unsere Infoabende ans Herz. Hier berichten Patienten regelmäßig von ihren Erfahrungen mit Multifokallinsen.

Was Sie in unserem Münchner Augenzentrum erwartet

Icon Linsenspezialist

Gebündeltes Fachwissen:
Spezialisierung auf Multifokallinsen

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Forschung:
internationale Forschungstätigkeit rund um Multifokallinsen

Icon We Care

Erfahrung:
bislang 20.000 Linsenimplantationen durchgeführt, davon 6.500 mit Premiumlinsen

Icon Beratung

Lotse durch den Linsen-Dschungel:
individuelle Beratung, welcher Linsentyp für Sie optimal ist