Makuladegeneration: Künstliche AMD-Linsen können Sehfähigkeit verbessern!

Die 73-jährige Sola Hurst aus dem britischen Cardiff ist schon lange an AMD erkrankt. Sie ist eine von sehr vielen: Altersbedingte Makuladegeneration ist die häufigste Augenerkrankung in der westlichen Welt und kann bei Menschen über 60 Jahren zu schweren Seheinbußen führen.
AMD-Patientin: Sola Hurst

Die Makula, auch gelber Fleck genannt, liegt genau in der Mitte der Netzhaut, also an der Stelle des schärfsten Sehens.

Wenn die Makula geschädigt ist, sieht man dunkle Flecken und das Bild verzerrt sich. Dadurch hat man Probleme, Gesichter zu erkennen, kann nicht mehr richtig lesen und muss oft das Autofahren aufgeben. Welche Therapieansätze es gibt, erfahren Sie in der Rubrik „AMD-Behandlung“.

Genauso ging es Sola Hurst aus Cardiff. Dann hat sie von einer neuen AMD-Linse gehört. Das ist eine neuartige Intraokularlinse, die AMD-Patienten erstmals eine wirkliche Verbesserung ihrer Sehfähigkeit verspricht. Nach eingehender Beratung mit ihren Ärzten hat sich Sola Hurst dazu entschieden, die neue Kunstlinse in beide Augen implantieren zu lassen.

Ich habe viel von meiner Unabhängigkeit zurückbekommen.

Sola Hurst erzählt: „Ich habe mein linkes Auge im April machen lassen und habe zuerst nicht bemerkt, dass sich besonders viel verändert hat. Dann habe ich mein rechtes Auge machen lassen – und konnte nicht glauben, wie gut ich wieder sehen konnte! Ich konnte zwei Zeilen mehr auf der Sehtafel lesen und die Leute beim Optiker waren ganz erstaunt.

Ich kann nun mit dem linken Auge mehr sehen als zuvor und auch in die Ferne sehe ich mit der Brille gut. Zum ersten Mal seit bestimmt 10 Jahren habe ich in den Spiegel geschaut und konnte gar nicht glauben, wie alt ich aussehe! Ich sagte dem Optiker, ich will ein Facelift, und da lachte er und sagte: ‚Bloß nicht, Sie sehen sehr gut aus!‘ …

Endlich kann ich die Gesichter meiner Enkel wieder erkennen. Das konnte ich seit 20 Jahren nicht. Sie sind zu bildschönen Menschen herangewachsen und es ist so schön, das zu beobachten.

Ich freue mich so über das Ganze – es hat mein Leben total verändert. Ich habe viel von meiner Unabhängigkeit zurückbekommen. Immer wenn meine Enkelin früher mit mir Einkaufen war, hat sie gesagt: ‚Pass auf, wo du hintrittst‘, weil sie Angst hatte, dass ich falle. Jetzt können wir das Shopping genießen.

Ich freue mich wirklich schon darauf, meinen Führerschein zurückzubekommen. Wir haben seit ewigen Zeiten keinen Urlaub mehr gemacht … Wegen unserer körperlichen Einschränkungen sind wir ziemlich abhängig vom Auto. Mein Mann hat Probleme mit dem Herzen und ich habe chronische Arthritis im Rücken. Jetzt muss ich eine Prüfung machen, um zu sehen, ob ich noch fahrtüchtig bin. Also drücken Sie mir die Daumen, dass es klappt!“

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Makuladegeneration: Wie kann die künstliche Linse helfen?

Wer würde dieser tapferen, humorvollen alten Dame nicht alle Daumen drücken, dass sie mit ihrem Mann wieder in den Urlaub fahren kann? Und nicht nur ihr – Millionen Menschen können in Zukunft von einer speziellen AMD-Linse profitieren, die ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern kann.

Wichtig zu verstehen: Die künstliche Linse kann das Fortschreiten der Makuladegeneration nicht verhindern. Aber sie kann die Auswirkungen der Erkrankung auf das Sehen reduzieren – über einen Umweg gewissermaßen. Denn die Linse ist so konstruiert, dass sie die gesünderen, von AMD nicht betroffenen Teile der Makula besser nutzt. Das Gehirn setzt die Bilder zusammen und lernt, das Maximum an Sehpotenzial aus beiden Augen herauszuholen – auch bei fortschreitender AMD. Patienten mit schwächster Sehleistung profitieren am stärksten.

Was dürfen AMD-Patienten nun von der neuartigen Linse erwarten? In dieser Studie wurde die Sehleistung von 244 Augen mit trockener bzw. stabiler feuchter AMD nach einer Implantation der Kunstlinse untersucht. Das Durchschnittsalter der Patienten lag zum Zeitpunkt der Operation bei 80 Jahren.

Ergebnisse:

Sehtafel
  • Die Sehleistung stieg durchschnittlich um über drei Zeilen (auf einer Standard-Sehtafel) in der Fernsicht und um mehr als zwei Zeilen in der Nahsicht.
  • Patienten mit der schwächsten Sehleistung vor der Operation erlebten die größte Veränderung in der Fernsicht: Hier verbesserte sich die Sehleistung im Durchschnitt um vier Zeilen. Das bedeutet, die Patienten konnten die oberste Zeile der Sehtafel lesen, was vor der OP unmöglich war.
  • Patienten mit vergleichsweise guter Sehleistung vor der Operation verbesserten ihre Sehleistung durchschnittlich um zwei Zeilen in der Nah- bzw. Lesesicht. Die Fernsicht blieb unverändert.

Netzhaut-Peripherie übernimmt Aufgaben des Zentrums

Und wie funktioniert die Linse nun genau? Die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen werden so gebrochen, dass sie auch auf die intakten äußeren Bereiche der Makula fallen. Auch in einer 10-Grad-Abweichung vom Zentrum der Netzhaut entstehen noch fokussierte Bilder. Diese Außenbereiche „übernehmen“ also gewissermaßen die Arbeit der geschädigten Makula-Teile und sorgen damit für mehr Sehschärfe im zentralen Gesichtsfeld. Folge: Der Patient kann wieder besser lesen, Autofahren und Gesichter erkennen.

Und auch bei Fortschreiten der Erkrankung verliert die Linse nicht ihre Wirksamkeit: Das Gehirn sucht immer wieder neue Netzhautstellen aus, die es „ersatzweise“ nutzt. So kann die Sehleistung erhalten bleiben, solange die Schädigung der zentralen Netzhaut sich nicht zu sehr ausdehnt.

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Lupe im Auge, nicht in der Hand!

Eine weitere Besonderheit der Linse ist ihre Lupenfunktion. Denn die äußeren Makula-Bereiche, die jetzt genutzt werden, liefern kein scharfes Bild. Das gleicht die AMD-Linse aus, indem sie hier das Bild um 15 bis 20 % vergrößert.

Das ist eine enorme Hilfe für AMD-Patienten, die den täglichen Umgang mit Lupen oder anderen Sehhilfen gewohnt sind. Das Lesen wird jetzt viel einfacher, weil die Linse im Einklang mit der natürlichen Augenbewegung arbeitet. Auch ist das Gesichtsfeld viel weniger eingeschränkt als beim Lesen mit Lupe, weil jetzt ein größerer Bildausschnitt scharf gesehen werden kann. Und natürlich gibt es jetzt auch keine Probleme mehr mit der Hand-Kopf-Koordination.

Auf die Lupe können Patienten mit einer AMD-Linse häufig also verzichten – auf die Brille aber nicht. Sie werden weiterhin eine Brille für die Nahsicht und eine andere für die Fernsicht benötigen.

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Wer ist geeignet für eine AMD-Linse?

Jetzt fragen Sie sich bestimmt, ob Sie ein Kandidat für die AMD-Linse sind. Das hängt davon ab,
  • unter welcher Form der AMD Sie leiden (trockene oder feuchte Makuladegeneration).
  • wie weit die Erkrankung bei Ihnen fortgeschritten ist.
  • ob Sie bereits am Grauen Star operiert wurden.

Grundsätzlich möglich ist der Eingriff bei trockener AMD

Die Erfolgschancen hängen nicht nur vom Krankheitsbild ab, sondern auch von der Persönlichkeit, der Lebenssituation und der Kooperationsbereitschaft des Patienten ab. Bei aktiver feuchter AMD oder einem Makulaödem empfehlen wir die Operation nicht – in diesem Fall muss die Augenkrankheit auf konventionellem Weg behandelt werden.

CTA Augenzentrum am Rathaus

Unser Service für Sie: Schnelle Terminvergabe

Wenn Sie an Makuladegeneration erkrankt sind und sich für künstliche Linsen interessieren, sind wir gerne Für Sie da. Gerne beraten wir Sie auch via Videosprechstunde. Wir freuen uns auf Sie!

Entscheidend ist immer, was der Patient will

Ob eine solche besondere künstliche Linse bei Makuladegeneration eine Option für Sie selbst oder einen Angehörigen sein kann, klären wir am besten in einem ausführlichen Arztgespräch in unserem augenärztlichen Zentrum am Münchener Marienplatz. Eine Reihe von Voruntersuchungen ist nötig, um alle Besonderheiten des Auges erkennen und die Erfolgschancen einer Implantation realistisch einschätzen zu können.

Dabei geht für uns Genauigkeit immer vor Schnelligkeit. Wir wissen, mit welchen Ängsten Operationen am Auge verbunden sind – gerade, wenn ohnehin schon eine schwere Vorerkrankung vorliegt. Deshalb versuchen wir immer, den Patienten in seiner ganzen Persönlichkeit wahrzunehmen.

Entscheidend ist immer, was Sie wollen. Nur wenn Sie für die Implantation geeignet sind und Sie zur Überzeugung gelangen, dass der Eingriff Ihre Lebensqualität tatsächlich verbessern kann, werden wir ihn vornehmen.

Wir sehen die AMD-Linse als eine Anschlussbehandlung einer austherapierten AMD-Erkrankung an. Und als „Lichtblick“ für einen Teil der AMD-Patienten. Eine feuchte AMD müsste also zuvor durch eine konsequent durchgehaltene Injektionstherapie in eine stabile, trockene Form überführt worden sein. Erst dann macht die Implantation dieser Linse Sinn für Sie.

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Wer trägt die Kosten der AMD-Linsen?

Beratung eines Patienten
Jede Linse wird für den Patienten individuell geschliffen.

Die künstliche Linse zur Behandlung der Makuladegeneration ist wegen ihres komplexen Designs ein Highend-Produkt. Sie wird für jeden Patienten individuell geschliffen und durchläuft bis zur Herstellung einen mehrstufigen Qualitätsprüfprozess. Patienten mit Makuladegeneration müssen mit Kosten von rund 2.500 Euro pro künstlicher Linse rechnen.

Die Kosten für die Katarakt-OP (inkl. Standardlinse) übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen meist. Aber für die Implantation von Intraokularlinsen, die über die Standardqualität hinausgehen, müssen Sie selber aufkommen. Das gilt auch für die Kosten der künstlichen Linse zur Behandlung der Makuladegeneration.

Bei uns hat die Zukunft der Augenheilkunde bereits begonnen!

Unser augenärztliches Zentrum ist seit vielen Jahren auf die Implantation von Intraokularlinsen spezialisiert. Das betrifft Standardlinsen bei der Operation des Grauen Stars ebenso wie fortschrittliche Multifokallinsen, die auch ohne Indikation „Grauer Star“ eingesetzt werden können. Sie ermöglichen Kurz- oder Weitsichtigen ein Leben ohne Brille.

Ein weiterer Kompetenzschwerpunkt liegt auf Makuladegenerationen. Die Therapie einer feuchten AMD zieht sich meist über einen langen Zeitraum hin. Viele Termine (Indikation, Injektionen, Nachuntersuchungen etc.) sind notwendig. Patient und Begleiter sind also extrem gefordert. Viele Patienten brechen deshalb die Behandlung ab – obwohl sie so wichtig ist!

Dieser Tatsache haben wir im besonderen Maße Rechnung getragen. Wir haben unseren Behandlungsprozess sorgfältig durchleuchtet und konnten so einzelne Untersuchungs- und Behandlungsschritte zusammenfassen. Das Ergebnis: Die Terminanzahl konnten wir um bis zu 30 % senken und die Dauer eines Termins von zwei auf eine Stunde verkürzen. Ein echter Gewinn für die Patienten, die so Zeit und Aufwand sparen!

Was Sie in unserem Münchner Augenzentrum erwartet

Icon Lage

Zentrale Lage:
Augenzentrum direkt am Marienplatz

Icon Linsenspezialist

Vorreiter auf dem Gebiet der Premiumlinsen:
bislang 20.000 Linsenimplantationen durchgeführt, davon 6.500 mit Premiumlinsen

Icon We Care

Medizin als Berufung:
„We-care“-Langjährige Erfahrung in der Augenheilkunde

Icon Fortbildung

Forschung:
internationale Forschungstätigkeit rund um Multifokallinsen

Icon Nanolaser

Modernste Technik:
State-of-the-Art-Behandlung mit Nanolaser

Icon Beratung

Lotse durch den Linsen-Dschungel: individuelle Beratung, welcher Linsentyp für Sie optimal ist