Ultraschall von Auge und Augenhöhle: So läuft die Untersuchung ab

Die Ultraschalluntersuchung, auch Sonographie genannt, spielt in der Augenheilkunde eine wichtige Rolle. Sie lässt sich schnell und einfach durchführen – und das meist schmerz- und nebenwirkungsfrei. Wir erklären Ihnen im Folgenden, bei welchen Erkrankungen wir den Ultraschall am Auge nutzen.

Wann kommt der Augenultraschall zum Einsatz?

Mit der Ultraschalluntersuchung können Strukturen im und um das Auge untersucht werden, die mit anderen Mitteln nicht erkannt werden können, weil sie aufgrund von Trübungen nicht sichtbar sind oder versteckt hinter dem Auge liegen.

Die Augenuntersuchung mit dem Ultraschall ermöglicht es uns, Tumore aller Art zu entdecken und ihre Bösartigkeit zu beurteilen. Wir können ihre Größe bestimmen und nach wenigen Wochen Veränderungen feststellen. Die genauere Beurteilung der Gewebsveränderungen ist mit dem A-Scan-Ultraschalls möglich, der zusätzlich zur herkömmlichen B-Bild-Analyse durchgeführt wird. Auch andere Differenzierungen, zum Beispiel die Abgrenzung von Netzhautablösungen von harmloseren Glaskörpersträngen, sind mit dem A-Scan Ultraschall viel sicherer durchführbar.

Unterschiede der beiden Verfahren:

A-Scan: Mit dieser Methode ist neben der Gewebsdifferenzierung verdächtiger Strukturen auch eine Vermessung von Sehnerv und Muskeldicke möglich. Vor der Operation des Grauen Stars etwa können wir so die Achsenlängen des Auges bestimmen. Wenn wir Kunstlinsen einsetzen, können wir anhand des A-Scans die nötige Brechkraft der Linse berechnen. Alternativ ist hier das modernere Verfahren der Laser-Vermessung mit dem sogenannten IOL-Master zu nennen, das bei uns vorrangig verwendet wird.

B-Scan: Ein zweidimensionales Bild des Gewebes zeigt krankhafte Veränderungen des Sehnervs und Tumoren. Insbesondere ihre Form und Lokalisation im Auge und in der Augenhöhle sind so gut zu bestimmen. Der Ultraschall ist besonders nützlich, wenn der Blick auf die Netzhaut zum Beispiel aufgrund von Trübungen versperrt ist.

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Einsatzbereiche des Ultraschalls in der Augenheilkunde:

  • erschwerter oder unmöglich gewordener Einblick ins Auge durch Trübung der Hornhaut, der Linse oder des Glaskörpers (zum Beispiel bei Katarakt oder einer diabetesbedingten Einblutung)
  • Verdacht auf eine bestehende oder drohende Netzhautablösung
  • Verdacht auf einen Tumor im, hinter oder neben dem Auge (mit Abgrenzung von Makuladegenerationen, gutartigen Tumoren oder lokalen Blutungen)
  • Veränderungen der Augenmuskeln (Entzündung oder Verdickung im Rahmen einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion, z. B. Morbus Basedow)
  • Veränderungen des Sehnervens

Wie wird ein Ultraschall am Auge durchgeführt?

Zunächst werden die Augen mittels Tropfen betäubt, damit die Untersuchung schmerzfrei ist. Wir tragen ein Gel auf das Auge auf und legen den Ultraschallkopf vorsichtig an. Auf dem Bildschirm zeigen sich dann für die Diagnostik wichtige Strukturen.

Aufgrund des Kontaktgels kann die Sicht später für einige Minuten verwaschen sein, was sich von alleine bessert. Achten Sie darauf, in der ersten halben Stunde nach der Untersuchung die Augen nicht zu reiben oder zu drücken. Sie könnten die Augenoberfläche damit unbemerkt verletzen. Denn durch die Betäubungstropfen ist zunächst nichts zu spüren, aber nach wenigen Minuten können deutliche Beschwerden in Form von Kratzen auftreten. Sollten Probleme auftreten, sind befeuchtende Tropfen oder Augensalben hilfreich. Falls die Beschwerden daraufhin nicht innerhalb einer Stunde nachlassen, sollten Sie uns sicherheitshalber anrufen oder erneut aufsuchen.

Die Kosten des Augenultraschalls trägt die gesetzliche Krankenkasse, wenn eine medizinische Indikation vorliegt. Im Rahmen einer ausführlichen Untersuchung, die weit das hinausgeht, was die gesetzlichen Kassen vergüten, kommen die Patienten selbst für die Kosten auf. Natürlich informieren wir Sie zuvor darüber. Die privaten Kassen erstatten die Untersuchung übrigens.

Typischer Anwendungsfall des Ultraschalls am Auge: Morbus Basedow

Wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine Schilddrüsen-Erkrankung (meist Überfunktion, selten Unterfunktion) vorliegt, können auch die Augen in Mitleidenschaft gezogen sein. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung kann der Verdacht auf eine Augenbeteiligung bestätigt oder ausgeräumt werden. Das wiederum hat Konsequenzen für die Therapie der Schilddrüsengrunderkrankung. Bei Bedarf geben wir hier konkrete Empfehlungen für die weitere Behandlung Ihrer Augen.

Ablauf der Untersuchung:

  1. Zunächst beurteilen wir im Rahmen der normalen augenärztlichen Untersuchung den vorderen Augenabschnitt mit der Spaltlampe. Dabei können wir durch den Morbus Basedow verursachte Reizungen oder Schwellungen der Bindehaut, trockene Augen oder eine Schädigung der Hornhaut bei schlechtem Lidschluss feststellen.
  2. Es folgt die Inspektion der Netzhaut und des Sehnervenkopfes.
  3. Sehr wichtig sind auch die Prüfung der Sehschärfe und die Bestimmung des Augeninnendruckes. Beide können bei ausgeprägter Form des Morbus Basedow negativ beeinflusst sein. Die Inspektion der Netzhaut und des Sehnervs sind gerade bei schwereren Fällen unerlässlich.
  4. Es folgen nun die Prüfungen auf Störungen der Augenbeweglichkeit. Wir untersuchen, ob Sie Doppelbilder sehen und ob die Augen hervorstehen.
  5. Nun folgt die Ultraschalluntersuchung. Dabei ist es sehr wichtig, einen Tumor oder anderweitige Veränderungen hinter den Augen auszuschließen. Dann werden die Augenmuskeln an jedem Auge vermessen und miteinander verglichen. Ergeben sich deutliche Abweichungen von der Norm, liegt die Diagnose Morbus Basedow nahe.
  6. Zum Abschluss sprechen wir mit Ihnen über die Ergebnisse der Untersuchungen und eine eventuelle Therapie. Bei Bedarf vereinbaren wir einen Kontrolltermin mit Ihnen.

Die Ultraschalluntersuchung am Auge gehört zu unseren Spezialgebieten. Frau Dr. Frieling-Reuss bildet regelmäßig andere Fachärzte auf diesem Gebiet aus und setzt sich als Vorstandsmitglied der SIDUO (Sociatas Internationalis Pro Diagnostica Ultrasconica in Ophthalmologica) für die Weiterentwicklung des Verfahrens ein. Unsere Praxis in München zählt zu den wenigen deutschen Kompetenz-Zentren für Ultraschalldiagnostik am Auge.

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