Wann muss ich meinen Grauen Star operieren lassen?

Unsere Augen sind Fenster zur Seele. Sie verraten mehr über uns, als wir mit Worten ausdrücken können. Was werden sie wohl über ihre Verfassung verraten, wenn Sie vor dem ersten operativen Eingriff am Auge stehen? Zum Beispiel, weil ein Grauer Star festgestellt wurde? Wahrscheinlich werden sie sagen: „Ich habe Angst.“

Und das ist auch absolut nachvollziehbar. Schließlich ist der Sehsinn der wichtigste Sinn in unserer Welt. Wer nicht mehr gut sieht, kann nicht mehr vollumfänglich am Leben teilhaben. Kein Wunder also, dass sich die meisten Menschen lieber zweimal überlegen, ob und wann sie sich an den Augen operieren lassen. Und von wem.

Wenn bei Ihnen „Grauer Star“ diagnostiziert wurde, haben Sie bestimmt viele Fragezeichen im Kopf. Wir haben wichtige Fragen für Sie zusammengefasst, damit Sie einschätzen können, was die Erkrankung für Sie bedeutet. Sie erfahren, ob und wann es sinnvoll ist, den Grauen Star zu operieren und warum Sie sich zweimal überlegen sollten, bei wem Sie sich beraten lassen.

Grauer Star: Das Wichtigste in Kürze

Infografik: Aufbau des Auges

Behandlung
Grauer Star muss immer dann operiert werden, wenn Sie nicht mehr klar sehen und im Alltag beeinträchtigt sind. Eine alternative Behandlungsmethode gibt es leider nicht.

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Vorteil
Der große Vorteil: Sie können auch gleich Alterssichtigkeit mitbehandeln lassen. Dann brauchen Sie nie wieder eine Brille!

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Operation
Die Operation ist ein Routine-Eingriff, der meist ohne größere Probleme verläuft und den Patienten neue Lebensqualität schenkt.

Kann sich Grauer Star von selbst zurückbilden?

Die gute Nachricht zuerst: Grauer Star ist meist problemlos heilbar. Aber er bildet sich nicht von selbst zurück.

Ohne Behandlung nimmt die Linsentrübung meist zu – im schlimmsten Fall bis zur Erblindung. Deshalb ist eine Behandlung auf jeden Fall anzuraten.

Mehr Basis-Wissen über den Grauen Star erfahren Sie hier.

Ist es möglich, Grauen Star ohne Operation zu heilen?

Momentan gibt es keine Medikamente gegen Katarakt. Auch eine Brille oder Kontaktlinsen helfen nur vorübergehend. Sie können die Sehprobleme im Anfangsstadium ausgleichen, wenn die Trübungen nur schwach ausgeprägt sind und sich nur langsam fortentwickeln. Später ist jedoch ein chirurgischer Eingriff notwendig. Tatsächlich ist die Operation die einzige effektive und langfristig wirksame Therapie. Sie kann das Sehvermögen komplett wiederherstellen. Dabei wird die trübe Linse unter örtlicher Betäubung durch eine Kunstlinse ersetzt.

Wann muss der Graue Star spätestens operiert werden?

Von der Linsentrübung bekommen Sie zu Beginn nichts mit. Sie verläuft schleichend über Jahre. Wenn Sie im Alltag keine Symptome bemerken, können Sie mit der OP warten. Schließlich werden sich aber Beschwerden einstellen. Der Seheindruck wird zunehmend unschärfer, kontrastärmer, farbloser. Erst sehen Sie wie durch einen leichten Schleier, dann verschwimmt das Bild immer stärker. Operiert wird der Graue Star meist erst dann, wenn die Linsentrübung im Alltag Probleme bereitet.

Zu lange aufschieben sollten Sie den Eingriff nicht. Vor allem, wenn Sie viel mit dem Auto unterwegs sind. Denn schlechte Sicht kann Sie und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Auch Ältere sollten nicht zu lange warten, da die Sturzgefahr bei schlechter Sicht zunimmt. Bedenken Sie auch, dass der Eingriff im Anfangsstadium einfacher und risikoärmer ist als im fortgeschrittenen Verlauf. Generell gilt, dass die Operation bei Patienten mit weniger als 70 % Sehschärfe relativ bald vorgenommen werden sollte.

Bei der OP wird die getrübte körpereigene Linse in einem minimal-invasiven Eingriff durch eine Kunstlinse ersetzt. In den allermeisten Fällen verbessert sich das Sehvermögen nach dem Eingriff deutlich – die Lebensqualität verbessert sich deutlich.

Meist werden zweit OP-Termine angesetzt, um die Linsentrübung zu behandeln. Denn in der Regel ist es beim Grauen Star nicht möglich, beide Augen gleichzeitig zu operieren. Übrigens: Die Haltbarkeit der Linsen kann sich sehen lassen – meist bleiben die Linsen ein Leben lang im Auge.

Sind Katarakt-Operationen bei allen Augenärzten gleich?

Die Operation des Grauen Stars wird in Deutschland pro Jahr etwa 700.000 Mal durchgeführt. Ein Standard-Eingriff, täglich tausendfach durchgeführt. Kein Grund also, sich über die OP groß den Kopf zu zerbrechen – oder doch?

Doch. Die folgende Szene erklärt, warum.

Im Wartezimmer einer Augenarztpraxis treffen sich zufällig zwei alte Freundinnen, nennen wir sie Annetta und Birgit. Beide sind über 60, beide sind gerade frisch am Grauen Star operiert.

„Und, alles gut gegangen bei dir?“, fragt Annetta und greift nach einer der ausgelegten Frauenzeitschriften. „Ja danke, alles bestens“, antwortet Birgit und kramt ihrerseits nach einer Zeitschrift. „In der Ferne sehe ich wieder gut, nur zum Lesen brauche ich noch eine Brille.“ Sie kramt in ihrer Handtasche eine Weile nach der Lesebrille, setzt sie auf, schaut ihre Nachbarin an – und stutzt. „Seit wann kannst du denn ohne Brille lesen?“

„Na, seit der OP! Ich habe mir gleich diese Hightech-Linsen einsetzen lassen, mit denen man in jede Entfernung scharf sehen kann. Nach Lesebrillen werde ich in diesem Leben nicht mehr suchen.“ Birgit ist perplex. „Wie bitte? Du brauchst nie wieder eine Brille? Warum hat mir das denn keiner vor der OP gesagt?“

So wie Birgit geht es einem Großteil der Patienten, die sich ihren Grauen Star operieren lassen wollen. Der Augenarzt – möglicherweise selbst Angestellter eines OP-Zentrums – überweist sie an ein großes OP-Zentrum, wo Patienten standardmäßig monofokale Linsen eingesetzt bekommen – also Linsen mit nur einem Brennpunkt. Dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen problemlos die Kosten.

Dabei übersehen viele Patienten aber einen entscheidenden Punkt: Die Monofokallinse ist nur auf einen Entfernungsbereich ausgelegt. Nach der Operation können sich ihre Augen nicht mehr auf verschiedene Entfernungen einstellen, so dass sie weiterhin auf eine Lesebrille angewiesen sind.

Dagegen haben moderne Multifokallinsen mehrere Brennpunkte. Das heißt für den Operierten, dass er in allen Bereichen wieder scharf sieht – in der Nähe, auf mittlere Distanz und in der Ferne.

Die Technologie der Multifokallinsen ist noch recht jung, hat aber in den letzten 10-12 Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Multifokallinsen haben ihre Vor- und Nachteile und kommen nicht für jeden Patienten in Frage. Aber sie ermöglichen doch in sehr vielen Fällen ein Leben ganz ohne Brille. Mit allen Vorteilen, die das für Freiheit und Lebensqualität des Einzelnen hat – beim Lesen, Einkaufen, Auto fahren, bei der Arbeit am PC, beim Schminken oder Rasieren. Mehr über Multifokallinsen erfahren Sie hier.

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Gerne beraten wir Sie unverbindlich in unserem Augenzentrum in München!

Sie möchten Ihre Fragen klären und wissen, ob Sie Ihren grauen Star operieren lassen sollten? Melden Sie sich bei uns, wir freuen uns auf Sie!

Was sollte ich mit meinem Augenarzt besprechen?

Wir beraten regelmäßig Katarakt-Patienten – manche reisen sogar aus dem Ausland an, um sich eine Zweitmeinung bei uns einzuholen. Häufig geht es dabei um Fragen wie:

  • Ein beginnender Katarakt ist oft der Anlass, an eine Kunstlinsen-Implantation zu denken. Viele Patienten sind sich unsicher: Soll ich meinen Grauen Star operieren lassen oder nicht? Wenn ich noch warten kann, wann lasse ich den Grauen Star am besten operieren?
  • Ist die Entscheidung zur OP gefallen, stellen sich die nächsten Fragen: Einfach der Überweisung des konservativen Augenarztes folgen oder eine Zweitmeinung einholen?
  • Wenn einen Zweitmeinung eingeholt wird: Welche Linsentypen kommen bei mir in Frage? Gibt es Indikationen gegen eine Multifokallinse? Wer zahlt?
  • Kurz vor der OP: Wer operiert mich wo? Wie lange dauert die OP und wie läuft sie ab? Ist die OP schmerzhaft? Welche Risiken gibt es? Wann darf ich nach Hause?
  • Nach der OP: Wie lange dauert es, bis ich wieder scharf sehen kann? Was ändert sich im Leben danach? Was kann ich in Haus, Beruf und Freizeit wieder tun, was ich vorher nicht konnte?

Wie gesagt: Unsere Augen sind Fenster zur Seele. Wenn sie zu wenig über den kommenden Eingriff wissen, sagen sie wahrscheinlich: „Ich habe Angst.“ Aber wenn sie alles darüber wissen, beginnen sie zu strahlen und sagen: „Ich habe Hoffnung.“

Wie lange muss ich mich nach der OP schonen?

Im Anschluss an die OP erhalten Sie eine Augenklappe für 3 bis 4 Stunden. Wie lange Sie nach der Grauen-Star-Operation arbeitsunfähig sind, hängt von Ihrem Befund und Ihrem Beruf ab. Meist sind es ein bis zwei Wochen. Sie sollten sich nach dem Eingriff zwar schonen, aber Spazieren gehen, einkaufen, duschen oder bücken sind erlaubt. Wie lange die Heilung nach der OP des Grauen Stars dauert, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Meist sind es sechs bis acht Wochen.

Es ist ganz normal, dass Sie direkt nach der Grauen-Star-Operation schlechter sehen. Das Auge muss sich erst an die Kunstlinsen gewöhnen. Aber bereits wenige Tage später werden Sie deutliche Verbesserungen bemerken. Autofahren dürfen Sie wieder, wenn Ihre volle Sehkraft erreicht ist. Zur Sicherheit sollte man sich zwei Wochen Zeit geben.

Kann man den Grauen Star ein zweites Mal operieren und die künstliche Linse austauschen?

Sollten Sie sich wider Erwarten nicht an die neue Linse gewöhnen oder die Werte anders als gewünscht sein, können Sie die Linse durch neue ersetzen. Wenn Sie eine Monofokallinse erhalten und erst im Nachhinein von modernen Multifokallinsen erfahren haben, können Sie eine multifokale Linse als sogenannte „Huckepack-Linse“ auf die andere setzen. Dieser Schritt bedarf sehr genauer Voruntersuchungen und präziser Berechnungen. Mit den Premiumlinsen brauchen Sie dann keine Brille mehr.

Sollten Sie nach der Grauen-Star-Operation Schleier bemerken, liegt in den meisten Fällen ein Nachstar vor, eine recht häufige Komplikation der Augenoperation. Er lässt sich gut mit einem Laser behandeln.

Frau Dr. Frieling-Reuss wurde mir von einem Freund wärmstens empfohlen. Zum einem war ich angenehm überrascht über einen relativ kurzfristigen Termin, zum andern über die Freundlichkeit der Dame am Telefon. Schon beim ersten Besuch in der Praxis spürte man nicht nur die Freundlichkeit, sondern auch die Kompetenz des Teams. Frau Dr. Frieling-Reuss hat eine sehr feine Art im Umgang mit ihren Patienten (einfach sehr sympathisch). Über ihre Fachkenntnisse habe ich keinerlei Zweifel. Sie hat mir bei beiden Augen den Grauen Star operiert ohne Schmerzen, ohne Komplikationen und mit einer sehr guten Nachbehandlung.

Frau Dr. Frieling-Reuss kann ich jederzeit weiterempfehlen. Sehr angenehm ist auch Nähe zum Marienplatz durch die öffentlichen Verkehrsmittel. (Quelle: jameda)

Ein Patient mit Grauem Star über seine OP-Erfahrungen

Einen weiteren Erfahrungsbericht speziell zu Multifokallinsen finden Sie hier. Bei unseren Info-Abenden können Sie anderen Patienten sogar direkt Fragen stellen.

Was Sie in unserem Münchner Augenzentrum erwartet

Icon Linsenspezialist

Gebündeltes Fachwissen: Spezialisierung auf Premiumlinsen

Icon Linsen

Führende Linsen-Experten:
Vorreiter in der Behandlung mit Multifokallinsen (Implantation bereits seit 2007)

Icon We Care

Erfahrung:
bislang 20.000 Linsenimplantationen durchgeführt, davon 6.500 mit Premiumlinsen

Icon Fortbildung

Forschung:
internationale Forschungstätigkeit rund um Multifokallinsen

Icon Nanolaser

Modernste Technik:
State-of-the-Art-Behandlung: Operation mit Nanolaser

Icon Beratung

Lotse durch den Linsen-Dschungel: individuelle Beratung, welcher Linsentyp für Sie optimal ist