Torische Linsen: Scharf sehen trotz Hornhautverkrümmung

Torische Linsen gibt es bereits seit vielen Jahren: Als nach oben gewölbte torische Kontaktlinsen gleichen sie Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) aus und ermöglichen dadurch eine klare Sicht. Dank eines Technologiesprungs stehen heute leistungsstarke torische Linsenimplantate zur Verfügung, die Brille und Kontaktlinsen ersetzen können.
CTA Augenzentrum am Rathaus

Sie träumen von einem Leben ohne Brille?

Sie haben eine Hornhautverkrümmung und träumen von einem Leben ohne Brille? Wir beraten Sie gern umfassend über Ihre Möglichkeiten!

Was sind torische Linsen? Wer braucht sie?

Torische Linsen gibt es in Form von Kontaktlinsen, Brillen und Intraokularlinsen, die direkt ins Auge implantiert werden. Sie dienen der Korrektur von Hornhautverkrümmungen, die häufig mit Kurz- und Weitsichtigkeit verbunden sind. Torische Kontaktlinsen gibt es in Form von Tages-, Monats- und Jahreslinsen. Ab welcher Hornhautverkrümmung torische (Kontakt-)Linsen notwendig sind, hängt vom Einzelfall ab. Meist werden sie ab 1,25 Dioptrien eingesetzt. Je nach Firma werden sie bis über 5 Dioptrien hergestellt.

Bei den Implantaten gibt es torisch-monofokale Linsen und torisch-multifokale Linsen. Monofokale Linsen haben nur einen Brennpunkt und können die Fehlsichtigkeit nur in einer Entfernung ausgleichen. Multifokale Linsen dagegen haben zwei oder drei Brennpunkte und ermöglichen ein Leben ohne Brille. Sie ersetzen die natürliche Augenlinse und können bei Grauem Star und Fehlsichtigkeit zum Einsatz kommen.

Die Implantation ist bei einer Hornhautverkrümmung und gleichzeitiger Sehschwäche bis zu hohen Dioptrien möglich. Für diese Patienten stellt die torische Multifokallinse die einzige Möglichkeit dar, ohne Brille sehen zu können. Immer mehr Patienten mit leichter Kurz- oder Weitsichtigkeit entscheiden sich für torische Multifokallinsen, auch wenn noch kein oder nur geringer Grauer Star vorliegt. Wer sich so frühzeitig eine Kunstlinse einsetzen lässt, wird erst gar keine Linsen-Trübungen entwickeln, die das Sehvermögen einschränken.

Wie funktionieren torische Linsen?

Bei Patienten mit Astigmatismus ist die Hornhaut nicht rund wie eine Seifenblase, sondern in zwei aufeinander senkrecht stehenden Ebenen unterschiedlich stark gewölbt. Und zwar nicht wie eine Kugel, sondern wie ein Stab, daher der deutsche Begriff für Astigmatismus („Stabsichtigkeit“). Dadurch wird das Licht an manchen Stellen stärker als an anderen gebrochen – der Betroffene sieht einen Punkt zum Stab oder Strich verzogen. Der Mond wir zum Beispiel zu einem Strich verzerrt. Torische Linsen gleichen diese sogenannte Stabsichtigkeit aus und bilden die Bildpunkte scharf auf der Netzhaut ab, so dass die Patienten trotz Hornhautverkrümmung unverzerrt sehen können.

Torische Intraokularlinsen bei Grauem Star

Standardmäßig werden bei Katarakt aktuell immer noch torische Monofokallinsen eingesetzt, die zwar den Grauen Star beseitigen, aber nicht die Fehlsichtigkeit. Torische Multifokallinsen dagegen sorgen nicht nur dafür, dass die Linsentrübungen des Grauen Stars verschwinden, sondern korrigieren gleichzeitig Ihren Astigmatismus. Auch Kurz-, Weit- oder Alterssichtigkeit bereiten sie ein Ende.

Bei torischen Multifokallinsen vergangener Jahre, den Bifokal-Linsen, mussten die Patienten nach der Katarakt-OP damit rechnen, dass auf 60 bis 80 Zentimeter Distanz leichte Unschärfen auftreten. Dank eines Technologiesprungs haben moderne Multifokallinsen jedoch drei Brennpunkte, so dass rund 90 % der Patienten nun auch im wichtigen Zwischenbereich scharf sehen. Nur bei häufiger PC-Arbeit kann in einigen Fällen eine leichte Lesebrille erforderlich sein.

Wir klären vorab in einem ausführlichen Beratungsgespräch, ob sich die torische Multifokallinse für Sie eignet. Dabei sehen wir uns als Lotsen: Je nach Beruf, Hobbys und Ihren Wünschen finden wir im gemeinsamen Gespräch die richtige Linse für Sie. Wenn Sie täglich viele Stunden vor dem PC sitzen, sind die Anforderungen an eine Linse ganz andere als beispielsweise die eines Taxi-Fahrers. Daher ist uns Beratung so wichtig! Wir möchten, dass Sie mit Ihren neuen Linsen hochzufrieden sind.

Im Zusammenhang mit einer Katarakt-OP (beide Augen) habe ich Frau Dr. Frieling-Reuss als äußerst kompetent und mit viel Routine (das ist sehr positiv gemeint!) erlebt. Die Beratung im Zusammenhang mit multifokalen IOLs war sehr sachorientiert und neutral. Am Ende hat es bei nicht ganz einfachen Verhältnissen mit zusätzlichem Astigmatismus mit einer 100-prozentigen Sehfähigkeit jeweils bereits am Tag nach der OP geklappt. Vielen herzlichen Dank dafür! (Quelle: jameda)

Ein Patient über seine torischen Multifokallinsen

Einen umfangreichen Erfahrungsbericht finden Sie hier. Auf unseren regelmäßig stattfinden Infoabenden erzählen Patienten außerdem live von ihren Erfahrungen mit regulären oder torischen Multifokallinsen. Hier können Sie all Ihre Fragen stellen. Mehr dazu.

Die Kosten für die Graue-Star-OP trägt die Krankenkasse – die Patienten müssen lediglich für die torischen Premiumlinsen und die damit verbundenen Spezialuntersuchungen aufkommen (alles in allem je nach Linsenmodell 1.220 bis 1.720 Euro).

Ablauf der Behandlung

Die torische Linse muss entsprechend der Achse der Hornhautverkrümmung exakt im Auge eingesetzt und positioniert werden. Die Operation verlangt besondere Vorbereitungen und zusätzliche Vermessungen. Neben der Dioptrienzahl ist auch die Achse, also die Lage der Linse im Auge, besonders bedeutsam.

Um all die relevanten Daten zu erheben, untersuchen wir Sie vorab umfassend mit modernen Geräten: Dicke und Oberflächenbeschaffenheit der Hornhaut bestimmen wir etwa mit der sogenannten Pachymetrie und der Hornhauttopographie. Außerdem messen wir Ihre Augapfellänge mit dem modernen IOL-Master. Dieses Gerät arbeitet berührungsfrei mit Laserstrahlen und liefert sehr exakte Daten, was wiederum Ihrer Sehqualität nach der OP zugutekommt.

Die Operation nehmen wir nicht in einfacher Standardschnitttechnik, sondern in Kleinstschnitttechnik vor. Das bedeutet: Minimale Schnitte reichen aus, um die Linse zu entfernen. Ein moderner Nanolaser zerkleinert sie besonders sanft. Er benötigt weniger Energie und entwickelt weniger Wärme als der Ultraschall und schont dadurch das umliegende Gewebe. Gerne nehmen wir die Behandlung in Dämmerschlaf vor, wenn Sie von der OP nichts mitbekommen wollen.

Die torischen Linsen werden individuell für den einzelnen Patienten gefertigt. Der Herstellungsprozess ist sehr aufwendig und erfolgt unter strengsten Qualitätskontrollen.

Mehr über den OP-Ablauf bei Grauem Star, die Zeit danach und mögliche Nachteile torischer Linsen erfahren Sie im Bereich „Multifokallinsen“.

Was Sie in unserem Münchner Augenzentrum erwartet

Icon Linsenspezialist

Gebündeltes Fachwissen:
Spezialisierung auf Premiumlinsen

Icon Linsen

Führende Linsen-Experten:
Vorreiter in der Behandlung mit Multifokallinsen (Implantation bereits seit 2007)

Icon We Care

Erfahrung:
bislang 20.000 Linsenimplantationen durchgeführt, davon 6.500 mit Premiumlinsen

Icon Fortbildung

Forschung:
internationale Forschungstätigkeit rund um Multifokallinsen

Icon Nanolaser

Modernste Technik:
State-of-the-Art-Behandlung mit Nanolaser

Icon Beratung

Lotse durch den Linsen-Dschungel: individuelle Beratung, welcher Linsentyp für Sie optimal ist